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Entweder hat das Pferd ein empfindliches Maul und wird in diesem Falle, von der Hand zurückgehalten, vor dem Hindernis stutzen; oder aber ist es hartmäulig und wird sich dann nicht an die Hand kehren. Selbst unter dieser letzteren Voraussetzung kann es nur eine Art von Sprung nach vorwärts machen, wobei die Vorhand sich allerdings hebt, die Hinterhand dagegen am Hindernis hängen bleibt. Das kommt daher, weil man beim Vortreiben des Tieres vermittelst der Schenkel gleichzeitig die Hand im entgegengesetzten Sinne hat wirken lassen, d. h. von vorne nach hinten. Die Vorhand hat zwar die Wirkung des Gebisses überwinden können, aber nur auf Kosten einer Anstrengung, welche das Erheben hemmt und infolgedessen das Pferd bedeutend schwächt.

Es gibt eine allgemeine Theorie, um Pferde springen zu lassen; in der Praxis jedoch wird man sehr bald gewahr, dass jedes Pferd eine ganz besondere Art hat, die Hindernisse zu nehmen.

Nach meiner Ansicht besteht das beste Mittel, um einem Pferde das Springen beizubringen, darin, dass man zunächst eine Stange auf die Erde legt und das Tier über dieselbe im Schritt hinwegschreiten lässt, wobei man es am Zügel führt. Der Reiter ist zu Fuss und überschreitet die Stange gleichzeitig mit dem Pferde. Hat dasselbe gehorcht, so muss man es streicheln und ihm durch Verabfolgen von einigen Rüben Vertrauen einflössen. Man braucht das höchstens zwei- bis dreimal je zehn Minuten lang durchzumachen. Hat das Pferd volles Vertrauen gefasst, so nimmt man es an die Longe und wiederholt dieselbe Arbeit, wobei man sich jedoch ganz allmählich vom Pferde entfernt. Sobald dasselbe erst über die Stange schreitet,

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