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XXIII. Pferde, die mit dem Kopf schlagen.
Es gibt wohl wenige Reiter, die nicht unter der Unannehmlichkeit und sogar unter der Gefahr zu leiden gehabt hätten, welche das Schlagen mit dem Kopf bei einem Pferde verursacht.
Die einen lassen den Kopf ganz tief sinken und nehmen sozusagen einen Schwung, um ihn dadurch mit mehr Kraft zurückzuwerfen. Andere wiederum begnügen sich damit, mit dem Kopf plötzlich nach hinten zu schlagen, ohne denselben vorher heruntergenommen zu haben.
Im ersteren Falle muss man dem Pferde durch einen leichten Ruck mit den in der rechten Hand befindlichen Trensenzügeln genau in dem Moment zuvorzukommen
Zuerst bildete ich mir ein, dass es damit aufhören würde, sobald der Schmerz zu gross sein würde. Das fiel ihm jedoch nicht im entferntesten ein, er riss sich grosse Fetzen Fleisch heraus und ich zweifle nicht daran, dass das Tier mich einfach zerfleischt haben würde, wenn es ihm in diesem Augenblick gelungen wäre, mich aus dem Sattel zu werfen. Ich band ihm hierauf eine ganz starke, lederne Schürze vor; in drei Tagen jedoch war das Leder in lauter Fetzen zerrissen.
Trotzdem gelang es mir aber doch, dieses Tier zu bemeistern. Zuguterletzt band ich ihm unter das Kinn eine Art Trichter aus Blech, dessen eine Hälfte fehlte, um den Kinnladen Raum zu lassen. — Da das Beissen ihm somit unmöglich geworden war, legte er diese verwerfliche Angewohnheit bald ab, und ich konnte seine Ausbildung fortsetzen, welche ich völlig beendet habe, und zwar Avenue de Malakoff 78, in einem damals von Herrn M. Gost Sohn geleiteten Reitinstitut, dessen Besitzer, ein Pferdehändler, mehr als einmal diesen hochtragischen Kämpfen, welche ich stets ganz allein ausfocht, beigewohnt hat. — Ich arbeite stets allein und lasse mir von niemand dabei helfen.