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bei jeder Gelegenheit, diesen launenhaften Einfall zu befriedigen. Will man zu einer etwas lebhafteren Gangart übergehen, so muss man schon Sporn und Peitsche gebrauchen; da leichtere Aufmunterungsmittel nicht ausreichen, ist man eben zu Gewaltmassregeln genötigt. Diesen aber widersetzt sich das kalte Pferd, und zwar um so mehr, als es sich fortwährend schonen und seine ganze Kraft dazu erhalten konnte, um mit Erfolg dem Willen des Reiters entgegentreten zu können. Der Unterschied zwischen diesen beiden Pferdearten ist ein ungeheurer: das von Temperament feurige Pferd gibt alle Kräfte zum Nutzen des Reiters, das kalte Pferd hingegen alle zum Nachteil desselben her.[1]

und zu verhüten, dass es zu sehr in die Hand geht oder in den Galopp fällt, sobald es den Kopf nach dem Stall bekommt.

Desgleichen rate ich, niemals Kurzkehrt zu machen, um dadurch nach dem Stall auf einem Wege zurückzukommen, welchen man soeben erst benutzt hatte. In dieser Weise würde man ja die Neigung des Pferdes, in die Hand zu gehen, sobald man Kehrt gemacht hat, geradezu unterstützen.


  1. Im Jahre 1857 brachte man einmal in Chalon-sur-Saône zwei Pferde zur Dressur in die Reitbahn. Eines derselben war unruhig und heftig, dass es sehr schwierig war, den Fuss in den Bügel zu setzen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen entschloss man sich dazu, mich hinten bei den Hosen zu packen und in den Sattel zu werfen. Erst einmal darin, machte das Pferd nichts mehr und warf sich förmlich, indem es die Zügel annahm, nach vorwärts, sobald ich aufhörte, es zurückzuhalten.

    Der Reitbahnbesitzer, der mehr Vertrauen hatte zu dem anderen Pferde, welches mit tiefem Kopf nicht die geringste Bewegung machte und geduldig wie ein Hammel schien, setzte sich ohne Schwierigkeit in den Sattel. Aber er blieb nicht lange darin, die Bocksprünge auf der Stelle und das Hintenausschlagen liessen ihn unmittelbar darauf über den Kopf des kalten Pferdes fliegen, während das feurige Pferd mich vergnüglich in der Bahn herumtrug. Schlussfolgerung: „Misstrauen Sie einem zu ruhigen Pferde und schrecken Sie vor einem ungeduldigen nicht zurück.“ ↩︎

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