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weichem Boden arbeiten. Sie treten dann mit ausgedehntem Huf auf, wodurch wieder eine besondere Spreizung der Trachten bewirkt wird.

Ich lasse immer mit verlängerten, halbmondförmigen Eisen beschlagen und zwar so, dass die Eisenenden in die Hufsohle eingelassen sind. Hierdurch erreiche ich, dass weder Hufzwang noch Hufkrankheiten entstehen.

Kurz, es ist mit dem Pferde so, wie mit dem Menschen. Wenn man die ganze physische Vollkommenheit besässe, hat man doch noch nichts; man muss dazu auch die nötigen moralischen Eigenschaften aufzuweisen haben.

Die erste moralische Eigenschaft für ein Pferd ist, frei und ungebunden zu sein und Gehlust zu haben. Ich empfehle über alles ein „feuriges“ Pferd; denn ganz im Gegensatz zu dem, was man glauben sollte, ist es weder nervös reizbar, noch ungeduldig oder scheu. Ich komme später darauf noch zurück und will mich hier nur darauf beschränken, festzustellen, dass ein selbst nur mittelmässig gebautes Pferd ausgezeichnet ist, wenn es nur die erste moralische Eigenschaft, die Gehlust, besitzt. Hingegen taugt ein Pferd, obschon es schön zum Malen wäre, zu nichts, wenn es dieser Eigenschaft beraubt wäre.

Ich beginne die Unterweisung des Pferdes immer schon dann, wenn es noch jung ist, d. h. zweijährig, höchstens dreijährig. Ich kaufe die Pferde, wenn irgend möglich, gegen September. Da die Pferde im Frühjahr geboren werden, so sind sie um diese Zeit zweieinhalbjährig.

Der Grund, weswegen ich jungen Pferden den

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