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Manches Pferd, welches im Stillstand den Begriffen von einem regelmässigen Gebäude zwar wenig entspricht, wird dennoch oft harmonisch, flott und geschickt erscheinen, sobald man es in Gang setzt. Ein anderes Pferd hingegen, welches im Stillstand beinahe vollkommen erscheint, ist oft schwerfällig und ungeschickt in seinen Bewegungen. Ich ziehe das erstere vor, weil es von dem, „was es hat“, guten Gebrauch machen wird.

Niedlicher Kopf, langer und feiner Hals, hoher Widerrist, Rücken und Nierenpartie kurz und breit, lange Kruppe, lange und schräge Schultern, die Nierenpartie gut verbunden mit der letzten Rippe, Hinterschenkel und Hosen bis zum Sprunggelenk lang, Röhrbein kurz; das Gleiche gilt von der Vorhand: langer Vorarm,[1] kurzes Röhrbein, das Fesselbein lieber ein wenig zu lang als zu kurz; das alles sind die Eigenschaften, der äusseren Erscheinung, welche ich suche, welche sich aber sehr selten bei ein und demselben Tiere zusammenfinden.

Ich weise unbedingt ein Pferd mit steilen Fesseln zurück; denn diesem fehlt die Schnellkraft, der Gang ist schleppend und fehlerhaft.

Ich achte sorgfältig darauf, dass die Huftrachten nicht zusammengezogen sind. Um zu vermeiden, dass sich dieser Fehler etwa später noch herausbildet, lasse ich meine Pferde nicht beschlagen, solange sie auf


  1. Man suche sich ein Pferd, welches „niedrig über dem Boden steht“. Ein Pferd wird niedrig über dem Boden stehen, wenn die Linien vom Widerrist bis zur Schulterbugspitze und von hier bis zur Vorderhufspitze gleich lang sind; die langen Beine eines hoch über dem Boden stehenden Pferdes werden immer ungeschickt und für Fehler empfänglich sein. ↩︎

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