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Galoppsprünge auf diesem Fuss getan hat, pariere ich, streichle das Pferd und lasse es, sich selbst überlassend, einmal im Schritt um die Bahn herumgehen. Hierauf mache ich drei- bis viermal dieselbe Übung durch.[1]
Baucher schrieb infolge einer sonderbaren, irrigen Auffassung für das Anspringen zum Galopp die einseitlichen Hilfen vor. In der Ausgabe seines Werkes vom Jahre 1846, Seite 219, verlangt er zum Anspringen im Rechtsgalopp die Hand links zu stellen — mithin Anzug des rechten Zügels — und den rechten Schenkel zu gebrauchen. Ich schiebe die Schuld an diesem Irrtum auf die mangelhafte Biegung des Halses, welche bei Baucher Regel war. Der tief gestellte, am Widerrist nach rechts gebogene Hals zwang die linke Schulter, sich nach links zu schieben und sich aufzulegen. Die Wirkung des linken Schenkels würde die beiden Enden des Pferdes nach innen, also
ist. Man neige sich zunächst ganz leicht nach vorn, um zu sehen, auf welchem Bein das Pferd galoppiert. Ist dabei die rechte Schulter in demjenigen Augenblick vorn, in welchem das Pferd mit der Vorhand den Boden berührt, so ist man sicher, dass es auf der Vorhand rechts galoppiert. Nun achte man auf seinen Sitz und prüfe, ob die regelmässige und die nachgiebige Bewegung des Oberkörpers anzeigt, dass der Galopp vorn und hinten richtig ist; denn dann ist es tatsächlich der Fall, dass das Pferd auch hinten richtig galoppiert. Empfindet man aber im Gesäss Stösse und Erschütterungen, die sich durch zwei Tempos markieren, so befindet man sich im Kreuzgalopp: die Hinterhand galoppiert links.
Dann kann man, aber auch nur dann, wenn man sich völlige Sicherheit davon verschafft hat, den linken Sporn gebrauchen, um die Hinterhand ein wenig nach rechts zu bringen, und dann den linken Schenkel fest anliegen zu lassen, um das Pferd zu zwingen, hinten und vorn übereinstimmend zu galoppieren.
Ich habe schon wiederholt erwähnt, dass man mit der neuen Übung die Lektion stets schliessen soll, um dieselbe dem Gedächtnis des Pferdes besser einzuprägen. ↩︎