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wird, das Pferd in die Hand zu stellen und den Gang auf zwei Hufschlägen zu regeln.
Das Mittel dagegen ist sehr einfach. Es genügt, wenn das Pferd sich gegen den inneren Schenkel wirft, dass man es von dieser Seite sogar ziemlich kräftig mit dem Sporn angreift und es dadurch zwingt, sich wieder geradeaus zu stellen. Greift man jedesmal, wenn das Pferd sich nach dieser Seite wirft, zu diesem Auskunftsmittel, so wird es sehr bald davon zurückkommen.
Man sieht, es liegt System darin, durch Unordnung Ordnung zu schaffen. Dieses Verfahren, welches alle diejenigen verwerfen, welche nicht den Mut haben, es anzuwenden, ist das einzige, welches die Herrschaft des Reiters über das Pferd unbestreitbar herstellt. Hierdurch lernt das Pferd erkennen, dass sein Eigenwille auf unüberwindliche Hindernisse stösst. Ist dieser Punkt unter abwechselnden Liebkosungen und Strafen erst erreicht, dann gehört ihnen das Pferd ganz.[1]
In dem Masse, wie man die Gangart verstärkt, um in der Arbeit auf zwei Hufschlägen vom Schultritt
Alle Pferde ohne Ausnahme, welche gelernt haben, auf zwei Hufschlägen zu gehen, treiben Missbrauch damit. Haben sie erst einmal die Fertigkeit erlangt, in halben Volten und Handwechseln auf zwei Hufschlägen richtig zu gehen, so stellen sie sich alsbald quer, wenn man von ihnen diese Bewegung im Geradeausgestelltsein verlangt. Durch diese Widersetzlichkeit entziehen sie sich der hohen Versammlung; denn, wenn man das Pferd geradeausstellt, zwingt man die Sprunggelenke, unter den Schwerpunkt zu treten, und das eben sucht das Pferd zu vermeiden, indem es sich quer stellt. Die Schenkel des Reiters müssen das verhindern. Später, wenn die Dressur vollendet ist und das Pferd immer in hoher Versammlung erhalten werden kann, dann wird diese Art des Widerstandes ihm keinerlei Nutzen mehr bringen. ↩︎