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Vorhand ruht, sind die Nieren und Sprunggelenke unbehindert, die Hinterbeine werden, anstatt rückwärts zu schleifen, ebenso wie die Vorderbeine mit Leichtigkeit gehoben, und wenn man nur mit der Trense nach rückwärts drückt, kann sich das Pferd gar nicht gegenstemmen.

Nach den ersten beiden Schritten rückwärts soll man sich schon zufriedengeben, das Pferd streicheln und wieder vortreten lassen; dann oft wieder von vorn damit anfangen. Das ist mehr wert, als das Zurücktreten lange auszudehnen. Tut man das, so ermüdet man zunächst das Pferd, welches dieser ihm ganz neuen Arbeit Steifigkeit entgegensetzt, da es sich in den Nieren und Sprunggelenken noch nicht losgelassen hat; sodann übt man das Gedächtnis des Pferdes um so weniger, je länger man das Rückwärtstreten andauern lässt; denn man hält das Pferd ja nicht wieder an, um es zu streicheln und ihm verständlich zu machen, dass es recht getan hat. Und schliesslich kann man sich überzeugt halten, dass jede Arbeit, welche das Tier ermüdet, ihm verleidet wird, wenn es nicht schrittweise dahin gebracht und durch allmählich gesteigerte Biegsamkeits-Übung vorbereitet ist.

Ich verlange niemals mehr, als zehn bis zwölf Schritte rückwärts; dann lasse ich das Pferd, indem ich es aber ununterbrochen in der Hand behalte, ebenso viele Schritte vorwärts treten. Desgleichen lasse ich diese ganze Bewegung niemals öfter als drei- bis viermal hintereinander ausführen.

Es ist selten, dass man das Zurücktreten nicht durch dieses Mittel erreichte, welches mit jener Behutsamkeit angewandt werden muss, die ich in allen Fällen anzuempfehlen nicht aufhören werde.

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