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rechts nimmt und dabei das Maul aufmacht, so ist das alles, was man zunächst verlangen soll. Man muss diese Arbeit sehr oft wieder von vorn anfangen und jedesmal etwas mehr versuchen, ernstliche Fortschritte in dieser Geschmeidigkeitsübung zu machen. Man wird schliesslich sicher richtige Biegung erzielen, wenn man nur keine Gewalt anwendet und sich mit einem ganz kleinen Fortschritt in jeder Unterrichtsstunde begnügt.

In der Reitkunst erreicht man gerade viel, wenn man in jeder Stunde nur wenig verlangt. Nur Geduld und keine Gewaltmassregel! Sonst wird man, anstatt schnell zum Ziel zu gelangen, gerade zum gegenteiligen Resultat kommen.

Wenn die seitliche Biegung vollkommen erreicht ist, so ist die Stellung dieselbe, wie in der direkten Biegung, ausgenommen, dass wie bisher der obere, im Genick von vorn nach hinten gebogene Hals nun ausserdem noch zur Seite von links nach rechts gestellt ist; so also, (natürlich nur immer im Genick) dass die vordere Kopffläche an der seitlichen Stellung ebenso wie beim geradeaus gestellten Pferde senkrecht steht, nur jetzt nach der Seite zeigt, wohin die Biegung stattfindet. Im übrigen verbleibt Hals und Kopf in derselben Höhe, wie bei der direkten Stellung, d. h. die Nase in gleicher Höhe mit der oberen 'Schulterpartie, der Kopf in der Senkrechten oder vielmehr etwas vor derselben.[1] (Tafel XV, Figur 2.)


  1. Beim seitlichen Abbiegen muss man sich vor dem Verlegen des Gewichts in acht nehmen. Das Pferd neigt tatsächlich ganz naturgemäss dazu, durch Gegendruck mit der äusseren Schulter der Wirkung des Abbiegens entgegenzutreten und das ganze Körpergewicht der Vorhand auf das linke Vorderbein zu übertragen, wenn man es nach rechts hin abbiegt. Das ist so lange unvermeidlich, als die Tätigkeit des ↩︎

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