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demselben Pferde genötigt sein kann, bald den inneren, bald den äusseren Schenkel kräftiger anzuwenden.

Um das Pferd so weit zu bringen, Wendungen mit Leichtigkeit auszuführen und um ihm die wünschenswerte Beweglichkeit zu geben, lässt man es in der Reitbahn verschiedene Übungen ausführen, nämlich: „Doublés, Volten, Halbe-Volten und Handwechsel“.

Das „Doublé“ ist eine gerade Linie, welche man mitten durch die Bahn zurücklegt, sei es in der Breite oder in der Länge derselben, indem man von irgend einem beliebigen Punkt der Wand abwendet. Ist man an der entgegengesetzten Wand angekommen, so wendet man und bleibt im Gange immer auf derselben Hand. (Tafel XII, Figur 1.)

Die „Volte“ ist eine Kreislinie, welche man um einen beliebigen Punkt beschreibt. Zu Anfang aber tut man gut, dieselbe in der Ecke anzulegen, sowie man auf die lange Seite der Bahn kommt. Das Pferd welches immer dazu neigt, den Zirkel grösser zu machen, findet sich schneller eingerahmt durch den Winkel der beiden Mauern, welche sich ihm entgegenstellen. (Tafel XII, Figur 2.)

Die „Halbe-Volte“ beginnt man in der Mitte einer der kurzen Seiten. Weil sie aber darauf hinausläuft, auf zwei Hufschlägen geritten zu werden, sollte man sie nicht früher vom Pferde verlangen, als bis man ihm die Arbeit auf zwei Hufschlägen gelehrt hat, was wir weiter unten auseinandersetzen. (Tafel XIII, Figur 1.)

In welcher Gangart die „Halbe-Volte“ auch geritten wird, immer sollen die Schultern zuerst von der Wand abwenden und dort auch zuerst wieder ankommen, d.h. das Pferd soll immer schräg zur Wand gestellt bleiben.

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