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dung stärker gebrauchen muss, hiesse sich der Gefahr eines Irrtums aussetzen, weil man doch vorher nicht weiss, nach welcher Seite die Hinterhand ausweichen wird.

Man hat lang und breit über die Frage gestritten, ob in der Wendung der innere oder der äussere Schenkel vermehrt wirken müsse. Die alte Schule empfiehlt die vermehrte Wirkung des inneren Schenkels, indem sie behauptete, der Wendung so am besten zu Hilfe zu kommen. Baucher hingegen versichert, dass man den äusseren Schenkel vorherrschend gebrauchen müsse, um zu verhindern, dass die Hinterhand nach aussen ausweicht.

Die Bauchersche Ausführung hat die Oberhand behalten. Und wirklich, die alte Schule war falsch. Man sagte: „Zur Rechtswendung führen Sie die Vorhand des Pferdes durch Anzug des rechten Zügels nach rechts und mit dem rechten Schenkel stellen Sie die Hinterhand nach links“. Das wäre ja die einseitliche Reitkunst in höchster Vollendung! Man hatte nicht überlegt, dass es sich beim Wenden nicht nur um die Vorhand handelt, sondern um das ganze Pferd, welches gerade bleiben soll.

Wenn diese zweifelhafte Frage also festgestellt ist, dann ist deren Lösung leicht.

Zuerst muss man beide Schenkel gleich stark gebrauchen; sodann, wenn das Pferd mit den Hinterbeinen ausfallen will, unterstützt man es mit dem Schenkel auf der Seite, nach der die Hinterhand ausfallen will, um es zu zwingen, gerade zu bleiben. Die Hinterhand soll eben in die Fussstapfen der Vorhand treten und nicht davon abirren. Das Pferd soll mit den Hanken immer den Schul-

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