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Verlangten zu verweigern, sich vermittelst des kurz vorher Erlernten dagegen widersetzt. Das ist immer wieder die alte Geschichte aller Unterrichtsstunden! Während der ganzen Dressur äussern sich die Widersetzlichkeiten abwechselnd, bald rechts, bald links; und wenn man, dank der Beharrlichkeit, die Nachgiebigkeit auf einer Seite erreicht hat, ist man erstaunt, das Pferd sich dessen als Verteidigungsmittel bedienen zu sehen, was man ihm kurz zuvor mit so vieler Mühe beigebracht hat, und dasjenige nicht annehmen zu sehen, was es tags zuvor ganz willig machte. In diesem Falle muss man die Arbeit wieder von vorn anfangen, bis der Gehorsam auf beiden Seiten gleichmässig gut hergestellt ist. Es gibt z. B. Pferde, denen der Linksgalopp Schwierigkeit bereitet, aber sobald sie hierin befestigt sind, wird man erleben, dass das Pferd bei jeder Gelegenheit links galoppiert und sich sogar weigern wird, rechts zu galoppieren. Dann muss man wieder zum Rechtsgalopp dieselbe Arbeit beginnen, welche zuvor zum Linksgalopp nötig war; und so dann abwechselnd Rechts- und Links-Galopp, aber denjenigen stets mehr, welcher die grössere Schwierigkeit bietet. So muss man fortfahren, bis der Gehorsam auf beiden Seiten vollkommen ist.

Wenn ein Pferd sich immer auf ein und derselben Seite widersetzt, so kann man sicher sein, dass das eine Schmerzensäusserung oder die Folge eines mangelhaften Körperbaues ist.

Später, wenn die Dressur weiter vorgeschritten ist, wird man sehen, dass das Pferd sich gegen die Ausführung der Passage oder des Piaffé z. B. mit dem Spanischen Tritt widersetzen wird. Jedenfalls wird es vermittelst einer Arbeit, die weniger Kraftan-

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