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Aber ich wiederhole: es ist die Spannkraft, es ist die bedeutendere Energie des Reiters, woran alles gelegen ist! Was mich betrifft, so ist es mir, wenn ich erst im Kampf begriffen bin, höchst gleichgültig, ob ich die seitliche oder die diagonale Reiterei betreibe; es macht mir ebenfalls spottwenig aus, dass ich die Verwirrung noch vermehre; mein hohes Ziel ist, dass ich Herr bleiben muss und dass dem Pferd inne wird, jeder Widerstand sei überflüssig. Um zu diesem äusserst wichtigen Resultat zu gelangen, zögere ich nicht, einen Exzess hervorzurufen, den Widerstand geradezu herauszufordern, um recht zu bekommen.
Das ist das grosse Geheimnis der Dressur, um die absolute Unterwerfung des Pferdes zu erlangen. So lange ein Pferd sich nicht hat verteidigen müssen, ist dessen Dressur noch nicht als abgeschlossen anzusehen; denn dann sind noch Kämpfe in Sicht. Das Endziel der Dressur ist, den Willen des Tieres vollständig zu brechen. So lange ein Reiter zögert, Kämpfe herauszufordern, von welchen er fühlt, dass sie noch bevorstehen, dass sie unvermeidlich sind, so lange kann von einer vollkommenen Dressur nicht die Rede sein.
Man muss übrigens im allgemeinen sagen, dass der Takt des Reiters darauf beruht, während des ganzen Verlaufs der Dressur den Widerstand vorauszufühlen, der sich vorbereitet, ihn vorauszusehen und ihm zu begegnen, bevor er sich völlig entwickeln kann.
Das ist um so notwendiger, als selbst die ausgesprochene Widersetzlichkeit des Pferdes sich nicht etwa immer in der Form heftiger oder massloser Bewegungen äussert. Es kommt im Verlauf der Dressur beständig vor, dass das Pferd, um die Annahme des