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Will man endlich alle vier Zügel geteilt halten, d. h. den linken Trensen- und linken Kandarenzügel in der linken und die beiden anderen Zügel in der rechten Hand, was in vielen Fällen nötig ist, so braucht man nur die Zügel der rechten Seite von da, wo sie sich befinden, zu nehmen, indem man die rechte Hand derartig zwischen die Kandaren- und Trensenzügel bringt, dass nun der rechte Kandarenzügel unter dem kleinen Finger der rechten Hand und der rechte Trensenzügel zwischen Daumen und Zeigefinger derselben Hand sich befindet, genau in derselben Stellung, als ob die Zügel in der linken Hand vereinigt blieben.[1] In dieser Weise behält auch jede der beiden Hände zwischen Kandaren- und Trensenzügeln den bisherigen Abstand bei, der sich aus der Breite der Hand von selbst ergibt.

Um die vier Zügel wieder in die linke Hand und in dieselbe Stellung zurückzubringen, genügt dann das umgekehrte Verfahren.

Ich habe kaum nötig, hinzuzufügen, dass man die vier Zügel nicht früher wieder vereinigt und auch nicht früher versucht, sie einander zu nähern, um ihre Wirkung nicht zu stören, als bis die Dressur des Tieres genügend vorgeschritten ist. Wenn man mit einem undressierten oder unzureichend dressierten Pferde zu tun hat, und dennoch gezwungen ist, sehr schnell genaue und besonders einschneidende Wirkungen hervorzurufen, so hat man nur nötig, die Zügel zu teilen.


  1. Siehe Tafel X, Figur 3, 4, 5. Die Figur 3 zeigt, wie sich die rechte Hand zwischen dem rechten Kandaren- und dem rechten Trensen-Zügel einschiebt. Die Figur 4 zeigt, wie sich die rechte Hand über dem rechten Kandaren- und Trensen-Zügel schliesst. Figur 5 zeigt die getrennten Zügel. ↩︎

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