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das Pferd den Kopf hoch trägt; allerdings vorausgesetzt, dass der letztere immer ein wenig vor der Senkrechten bleibt. Sobald die Achse des Kopfes hinter die Senkrechte kommt, ist die Wirkung der Kandare verfehlt; denn dann gehen die Anzüge nur von unten nach oben und die Überzäumung beginnt. Das ist für mich die direkte Biegung, und das ist ihr Zweck.
Man sieht, dass diese Biegung, wie ich sie ausführe, nicht zufällig oder aus gewöhnlichen Erfahrungen hervorgegangen ist. Im Gegenteil, ich habe auf das sorgfältigste auch meine Gründe dargelegt und habe mich befleissigt, meine Ausführungen in allen Stücken zu beweisen.
Unglücklicherweise hat sich Baucher, welcher als erster dem Abbiegen der Pferde Bedeutung gab und hierdurch den Grund zu seiner Methode legte, nicht ausreichend Rechenschaft von ihrem Mechanismus abgelegt.
Ihm schadete das wenig, weil sein ausgezeichnetes Reiter-Gefühl alles wieder gut machte. Da, wo die Theorie falsch war, verbesserten Hand und Schenkel, mehr oder weniger gewissenhaft ganz unwillkürlich die Fehler seiner Methode.
Aber sein Gefühl konnte Baucher in seinen Büchern nicht niederlegen und hier finden sich seine guten und seine schlechten Lehren. Ich glaube, man erweist dem grossen Reitmeister eine Huldigung damit, dass man sie kritisch beleuchtet und zeigt, wo er geirrt hat.
Meines Erachtens hat das Abbiegen, so wie Baucher es beschreibt und wie man es alle Tage ausführen sieht,[1] bei den Pferdeverständigen bedeutend dazu
Ach leider, leider werden die Fehler der Lehrer gewöhnlich leichter angenommen, als ihre guten Eigenschaften! ↩︎