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Die direkte Biegung hat ferner zum Zweck:
2. Den Hals in der Körperachse festzustellen, wodurch der durch die Biegung leicht beweglich gemachte Kopf in innigere Verbindung mit den Schultern gesetzt wird.
Der nicht abgebogene Kopf ist schwer beweglich am Ende des losen Halses. Daher das Sprichwort: Schwerer Kopf, loser Hals. Das ist, wie wenn man die Angelrute am dünnen Ende hält. Hingegen bewegt sich der abgebogene Kopf mit Leichtigkeit auf dem aufgerichteten Halse, welcher ohne Zwang durch die alleinige Wirkung des guten Gleichgewichts aller Hebel in der Körperachse festgestellt ist. Kopf, Hals und Schultern, engverbunden mit der Achse des im guten Gleichgewicht befindlichen Körpers, machen das Ganze geschmeidig und geschlossen. Das ist der Erfolg der richtigen direkten Biegung.
Die direkte Biegung hat schliesslich zum Zweck:
3. Die Durchlässigkeit durch das Loslassen und Nachgeben der Kinnladen zu erzielen.
Ist das Pferd erst einmal ins Gleichgewicht gesetzt und in allen Teilen innig verbunden, so gestattet die Nachgiebigkeit des Mauls mit der grössten Leichtigkeit alle Bewegungen von hinten nach vorn und von vorn nach hinten in der Art, dass die Hand den Schwung des Pferdekörpers, welchen die Schenkel nach vorn an das Gebiss treiben, empfängt und ihrerseits alsbald, aber nur teilweise, nach den Schenkeln zurückgibt.[1]
Die Hand behält und sendet nur soviel vom Schwung nach der Mitte zurück als nötig ist, um das Gleichgewicht zu ↩︎