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Normal-Stellung zum Ausdruck: Kopf und Hals hoch, im Genick gebogen;[1] die Längsachse des Kopfes fast senkrecht[2], eher etwas vorgerichtet[3]; offenes, tätiges Maul und losgelassenes Gebiss.[4]

Ich habe soeben den Mechanismus der direkten Biegung, so wie ich sie verstanden und so wie ich sie ausgeführt wissen will, beschrieben, nur mit dem alleinigen Unterschiede, dass ich, um mich klarer auszudrücken, das stehende Pferd zur Voraussetzung nehmen musste, während ich weiter unten auseinandersetzen werde, dass ich, um das Pferd zu biegen, es zunächst nach vorwärts in Bewegung setze.

Aber die Mehrzahl der Stallmeister betreibt diese Biegung in einer von der meinigen ganz abweichenden Weise. Um sich Rechenschaft davon zu geben, was man unter „direkter Biegung“, der wesentlichen Grundlage der ganzen Reitkunst, eigentlich versteht, muss man zunächst wissen, welches Resultat man damit erzielen will.


  1. Eine tadellose Biegung erfordert, dass die Nase des Pferdes in gleicher Höhe mit dem oberen Teil der Schulter steht. Taf. IV, Figur 2. ↩︎

  2. Das Genick ist ausser stände, über die Senkrechte der Pferdekopflängsachse hinaus nachzugeben. Eine solche fehlerhafte Stellung kann sich nur dann ergeben, wenn man den Hals zu nah am Widerrist biegt. ↩︎

  3. Diese Stellung gestattet mir, mein Pferd leicht „auf die Hand“ zu treiben, während Baucher, welcher sein Pferd „hinter der Hand“ liebte, den Pferdekopf über die Senkrechte hinausbrachte, was ihn übrigens dahin führte, dass das Pferd in sich zusammenkroch. ↩︎

  4. Siehe Tafel II, Figur 2. ↩︎

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